Breitband für Ennepetal

Die Verfügbarkeit von Breitband für Unternehmen und Bürger ist nach wie vor ein aktuelles Thema in Ennepetal.

Im Jahre 2013 wurden die Ortsteile Oberbauer und Rüggeberg mit Breitband versorgt. In beiden Ortsteilen stehen Bandbreiten zwischen mindestens 16 Mbit und 50 Mbit zur Verfügung. Auch in den Kernbereichen von Milspe und Voerde sind teilweise ähnliche Geschwindigkeiten verfügbar, in den mit Kabelfernsehen versorgten Bereichen sogar bis 150 Mbit.

Doch nach wie vor gibt es im Stadtgebiet große Lücken in der Versorgung. So ist nicht nur unser Gewerbegebiet Oelkinghausen mit durchschnittlich 3 Mbit gänzlich unterversorgt, sondern auch große Bereiche in der Stadt sind abgeschnitten von den aktuellen  Möglichkeiten der Kommunikation.

Der FDP Ennepetal liegen Anfragen aus Voerde, Voerde-Nord, Altenvoerde, Büttenberg und dem gesamten Hasperbach vor. Hier ist die Bandbreitenverfügbarkeit teilweise auf dem Niveau von 1996. Und das im Jahr 2014, wo an jedem Tag mehr Daten durch das gesamte deutsche Netz fließen als 1996 in ganz Westeuropa in einem Jahr.

Aus Sicht der FDP Ennepetal ist hier dringender Handlungsbedarf geboten. Die technische Entwicklung in Deutschland macht auch vor unserer Stadt nicht halt. Ennepetal muss sich hier im Wettbewerb gegen Ballungsräume und andere Mittel- und Kleinstädte behaupten. Die selbstverständliche Verfügbarkeit von Breitband gehört im Jahr 2014 für jeden Bürger einfach dazu. In diesem Bereich sind uns die Ballungsräume in NRW leider schon weit voraus.

In unseren Augen ist Ennepetal einer der attraktivsten Wohn- und Unternehmensstandorte in NRW – und sollte es nach Möglichkeit auch bleiben. Doch dazu gehört eine adäquate Breitbandanbindung.

Die Initiative der Bundesregierung in Sachen „Breitband für Alle“ wird an Ennepetal vorbei gehen. Mit mehreren Milliarden Euro aus Steuergeldern werden kommerzielle Anbieter subventioniert. Diese werden angehalten, möglichst in den strukturschwachen Gebieten zu investieren. Die sogenannten unproblematischen Kommunen, die in den letzten Jahren solide Wirtschaftspolitik betrieben haben, werden dabei außen vor gelassen. Kommunen mit herausragender Misswirtschaft und prekären Finanzlagen werden bevorzugt behandelt.

Ennepetal benötigt dringend eine Erneuerung der Telekommunikationsstruktur. Aus unserer Sicht ist dies auch ohne die Subventionierung von Telekommunikationsunternehmen und Verschwendung von Steuergeldern möglich.

Unser Forderung für Ennepetal:

  • Die Verbesserung der Infrastruktur muss mit Priorität behandelt werden.
  • Katalogisierung der Versorgungssituation im gesamten Stadtgebiet.
  • Kontrollierte Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur durch Verlegung von Leerrohren in den unterversorgten Bereichen über den Zeitraum von 5 – 10 Jahren.
  • Vermietung der Leerrohre an Telekommunikationsanbieter (wie z. B. im Hochsauerlandkreis, im Kreis Olpe, im Kreis Soest, im Kreis Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Kreis oder im Kreis Coesfeld). Mit einem „Return of Investment“ ist nach 15 – 20 Jahren zu rechnen.

Ennepetal muss jetzt handeln

Jedes Jahr, dass wir noch warten, werden weniger Unternehmen in den Standort Ennepetal investieren und werden weniger Bürger Ennepetal als attraktiven Wohnort wählen.