FDP Frühjahrsveranstaltung zum Thema „Bildung“ in der Rosine

Gastredner Franziska Müller-Rech, MdL und Bodo Middeldorf, Mdl.

Schon traditionsgemäß führte die FDP Ennepetal auch in diesem Jahr eine Frühjahrsveranstaltung durch. In der Vergangenheit hatten wir u.a. Veranstaltungen zu den Themen „Kommunalfinanzen“ und „Innere Sicherheit“ mit jeweils guter Resonanz gemacht. Dieses Jahr möchten wir gerne das Thema „Bildung“ aufgreifen. Für die FDP ist  der wichtige Bereich „Bildung“ ein entscheidender Schlüsselfaktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.

 

Gesamtstaatlich ist geplant, bis zum Jahr 2025 wesentlich mehr Investitionen für Bildung aufzuwenden. Ziel muss sein, das Deutschland zukünftig weltweit wieder zu den Spitzenländern bei Bildungsinvestitionen und der Qualität der Bildung zählt. Gute Bildung ist u.a. die Quelle für künftigen Wohlstand. Bildung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe und kann nur gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen erfolgreich gestaltet werden. 

In seiner Begrüßung sagte Klaus Muck, Vorsitzender der FDP Ennepetal: „Als eine wichtige Maßnahme, neben dem Kitaausbau,  gilt es die Grundschulen zu stärken, denn Versäumnisse die hier gemacht werden, lassen sich an den weiterführenden Schulen nur schwer korrigieren. Der Schulleitermangel an den Grundschulen muss gelöst werden. Personalverantwortung, Etat-Verwaltung, Repräsentation, Elternarbeit, Inklusion, Integration und nebenher noch Regelunterricht – wer sich das Aufgabengebiet eines Grundschullehrers anschaut, kann sich die 350 verwaisten Stellen in NRW erklären“.

Erste Lösungsansätze von unserer Schulministerin Yvonne Gebauer mit dem „Topsharing-Projekt“ gehen in die richtige Richtung. Neben dem Innenminister hat Yvonne Gebauer das schwerste rot-grüne Erbe angetreten. Gerade noch Reparaturarbeiten bei Turbo-Abitur, jetzt Schulleitermangel und sehr bald Neustart bei der völlig verkorksten Inklusion –  Schulministerin Yvonne Gebauer hetzt zurzeit von einer politischen Baustelle zur nächsten. Auf Geduld der Bürger kann sie indes nicht hoffen. Der Problemdruck in NRW ist zu gewaltig, so Klaus Muck.

Die Sprecherin für Schule, Frau Müller-Rech sagte selbstkritisch: „Das G8 in dieser Form in NRW gescheitert ist“. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 ist die Rückkehr zu G9 geplant und ein entsprechendes neues Gesetz soll dazu verabschiedet werden. Hierzu notwendig sind 2300 neue Lehrerstellen. Eine Anhörung mit Bund, Städte und Gemeinde erfolgt am 2. Mai. 2018. Das Gesetz beinhaltet u.a., das Schulen mit einer 2/3 Mehrheit in der Schulkonferenz das G8 behalten könnten, ebenso soll das Konnexitätsprinzip in einem Begleitgesetz sichergestellt werden, so Frau Müller-Rech. Die Fördermittel für Schulen sollen fortgeschrieben und die Haupt-, Real- und Sekundarschulen sollen weiter gestärkt werden, sagte Sie.

Das vielschichtige Thema „Digitalisierung an Schulen“ nahm einen sehr breiten Raum in der lebhaften Diskussion, besonders von den anwesenden Schülern des RGE,  ein. Es spiegelte sich von der Breitbandausstattung, verwendete Hardware („Bring in your own Device“) über Lehrerfortbildung und Ausbildung Lehramtsanwärter/in bis hin zum Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht durch qualifizierte Software, wieder. An seinem Gymnasium müssten sich z.B. 75 Lehrer/in 2 PCs teilen für die zwingende Eingabe der Schulnoten, sagte Dominik Mumm, Lehrer. Fazit: Digitalisierung an den Schulen steht erst ganz am Anfang, so die einhellige Meinung in der Runde.

Bodo Middeldorf, MdL sagte, „Das Problemlösungen zu den Bildungsthemen von den Kommunen beim Land einzufordern sind“.

Die beiden Landtagsabgeordneten nahmen zahlreiche Punkte als Hausaufgabe mit nach Düsseldorf. Beide boten an im Herbst wiederzukommen, um die nicht behandelten Themen Inklusion, OGGS etc.  zu diskutieren. Klaus Muck überreichte beiden zum Abschluss der Veranstaltung ein kleines Gastgeschenk.