FDP: Das Ziel ist drittstärkste Kraft

Ennepe-Ruhr/ Schwelm. Die Freien Demokraten im Ennepe-Ruhr-Kreis kamen am vergangenen Samstag in Ennepetal zu ihrem Wahlparteitag zusammen. Zur Kommunalwahl 2020 hat der für zwei Jahre wieder gewählte Kreisvorsitzende Michael Schwunk aus Schwelm für die Strategie 2020 zur Kommunalwahl geworben. Die Liberalen wollen ihre kommunalen Mandate in den Räten sowie im Kreistag verdoppeln.

FDP: Das Ziel ist drittstärkste Kraft

Freie Demokraten im Kreis stellen Weichen für 2020

Ennepe-Ruhr/ Schwelm. Die Freien Demokraten im Ennepe-Ruhr-Kreis kamen am vergangenen Samstag in Ennepetal zu ihrem Wahlparteitag zusammen. Zur Kommunalwahl 2020 hat der für zwei Jahre wieder gewählte Kreisvorsitzende Michael Schwunk aus Schwelm für die Strategie 2020 zur Kommunalwahl geworben. Die Liberalen wollen ihre kommunalen Mandate in den Räten sowie im Kreistag verdoppeln. Neu vertreten im Kreisvorstand sind die Hattinger Nils Gerlach und der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Robin Berg.

 

In der Gaststätte Rosine in Ennepetal sind die Liberalen zu ihrem ordentlichen Kreisparteitag zusammengekommen. Zu Beginn des Parteitages ehrte der Kreisverband die Jubilare Bodo Middeldorf und Peter Heiner für 25 Jahre Mitgliedschaft. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden der Ortsvorsitzende aus Breckerfeld, Franz Pietsch und der Fraktionsvorsitzende aus Herdecke, Wilhelm Huck, geehrt. Es war für den Kreisverband eine große Ehre, dass Herr Dr. Fabers aus Hattingen für eine 70-jährige Mitgliedschaft geehrte werden konnte. Die FDP ist eine Partei mit langer Tradition, so Herr Fabers. Herr Fabers verwies auf die große europapolitischen Verdienste der FDP. Ziel sei immer eine Staatengemeinschaft gewesen und nicht eine Wirtschaftsunion, die bloß von Eigeninteressen getrieben werde.

 

Der neu gewählte Kreisvorsitzende verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf die großen Erfolge der FDP Ennepe-Ruhr im Jahr 2017: 81 Neumitglieder mit einem Zuwachs von 35 %, starker und aktiver Jugendverband mit 73 % Mitgliederzuwachs, in Bundes- und Landtag mit jeweils eigenen Kandidaten aus dem Ennepe-Ruhr Kreis vertreten. All diese positiven Entwicklungen müssten nunmehr bei der Strategie 2020 aufgegriffen werden: Schwunk: „Wir wollen drittstärkste Kraft im Kreis werden und unsere kommunalen Mandate verdoppeln.“ Der Ennepe-Ruhr-Kreis brauche eine liberale Erneuerung. Dies setze ein Bekenntnis zum Industriestandort Ennepe-Ruhr voraus. Notwendig sei eine aktive Gewerbeflächenpolitik, weil sonst die Industrie im Kreis schon jetzt annähernd keine Entwicklungsperspektive habe. Wichtig sei es, mit einer gemeinsamen Kreisschulentwicklung und Bildungsplanung die wesentliche Zukunftsaufgabe anzugehen. Nicht nur in diesem Bereich bemängelte der Kreisvorsitzende das Kirchturmdenken im Ennepe-Ruhr-Kreis.

 

Die Kommunalpolitik müsse aber auch die Bürgerinnen und Bürger entlasten. Kein Kreis in NRW erhebe eine so hohe Kreisumlage von den Städten. In keinem Kreis seien die Subventionen für den öffentlichen Nahverkehr so hoch wie im Ennepe-Ruhr-Kreis. Hierbei gelte es umzusteuern und neue Prioritäten zu setzen. Die FDP werde weiter ihrer Kontrollfunktion nachkommen: Die Skandale, die beim Kreis aufgetreten sind, müssten transparent aufgeklärt werden. Als erste Folge sei ein nachhaltiges Controlling notwendig, um vergleichbare Schäden wie bei den Rettungsgebühren für den Kreis zu vermeiden.

 

Landtagsabgeordneter Bodo Middeldorf ging in seiner Rede vor allem auf landespolitische Themen ein. Er wies darauf hin, dass die Koalition in Düsseldorf mit dem Anspruch eines Politikwechsels angetreten sei, der sich nun vollziehe. Mit Maßnahmen wie den Entfesselungspaketen, einem ausgeglichenen Haushalt und höheren Investitionen in die Infrastruktur sei eine neue Philosophie verbunden, mit der man NRW wieder an die Spitze in Deutschland führen wolle. Dabei reklamierte der FDP-Politiker, der zugleich verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion in Düsseldorf ist, die Treiberrolle für seine eigene Partei: „Wir wollen die Chancen, die sich aus den künftigen technologischen Entwicklungen ergeben, für NRW systematisch nutzbar machen.“ Als Beispiel führte er die Einführung der Digitalisierung im Bereich des Verkehrs an. Dies würde nicht nur neue Formen der Mobilität ermöglichen, sondern auch den ÖPNV leistungsfähiger und komfortabler machen.

 

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden der Landtagsabgeordnete Bodo Middeldorf und Peter Heiner aus Witten als stellvertretende Kreisvorsitzende wiedergewählt. Kontinuität bestand auch bei der Wiederwahl des erfolgreichen Schatzmeisters Robin Thiele aus Hattingen. Zum Beisitzer neu gewählt wurde der JuLi Vorsitzende Robin Berg, sowie Nils Gerlach aus Hattingen. Beide stehen auch für die Erneuerung des Kreisvorstandes und die starke Position des Stadtverbandes Hattingen im neuen Kreisvorstand. Mit sehr guten Ergebnissen wurden auch die bisherigen Beisitzer André Menninger aus Wetter, Julia Jüngermann aus Schwelm, Mirco Rolf Seiffert aus Wetter sowie Klaus Muck aus Ennepetal in ihren Ämtern bestätigt und gehören damit für weitere zwei Jahre dem Vorstand der Freien Demokraten im Kreis an.