Verbesserung der Wohnsituation von Flüchtlingen in der Heimstraße

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit großer Freude haben die Fraktionen der CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und der Freien Wähler am 24. Juni zur Kenntnis genommen, dass sich der Sozial- und Generationenausschuss einstimmig für eine spürbare Verbesserung der Wohnsituation der Menschen in der Heimstraße ausgesprochen hat.

Wie die Begehung im Vorfeld der Sitzung eindeutig zeigte, sind die zu behebenden Mängel und Unzulänglichkeiten vielfältig. Einerseits gilt es dringend hygienische Mindeststandards herzustellen. Andererseits wurden eklatante Sicherheitsmängel, z.B. bei den elektrischen Versorgungsleitungen, dem Brandschutz aber auch bei den dort in Einsatz gebrachten Elektrogeräten festgestellt.

Darüber hinaus ist von den Ausschussmitgliedern auch der teilweise dringend notwendige Anstrich der Küchen, Flure und des Treppenhauses angesprochen worden.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich unserer Beobachtung nach zum Großteil um Menschen, die sehr unter der Tatenlosigkeit ihres Daseins leiden. Gerade in der Heimstraße sitzen viele junge, kräftige Männer den Großteil des Tages rum und wissen nicht, was sie tun können und sollen. Die Menschen fragen regelmäßig von sich aus nach Beschäftigung und sinnvoller Arbeit.

Um den Flüchtlingen die Möglichkeit einer produktiven Beschäftigung zu geben, beantragen wir daher, die Menschen auf freiwilliger Basis und im Rahmen ihrer Fähigkeiten bei den anstehenden und dringend erforderlichen Maßnahmen einzubeziehen. Da im Sozialausschuss immer wieder auf die angespannte Haushaltslage verwiesen wurde, dürfte jede Hilfe willkommen sein.

Wie wir Wohnkonzepten anderer Städte entnommen haben, ist es durchaus üblich und möglich, Flüchtlinge – auf freiwilliger Basis – einzubeziehen. Dies kann auch die Zahlung eines geringen Entgeltes / einer Anerkennung bedeuten – wie bereits schon bei der Pflege des Außengeländes praktiziert. Eine vorherige Unterweisung sollte Teil des Konzeptes sein.

Einfache Arbeiten, wie z.B. das Streichen der Flure, (teilweise auch der Küchen – soweit der Untergrund in Ordnung ist), das Streichen der Treppenhäuser oder der Wohnräume könnten durch die Bewohner selber erledigt werden. Dies würde auch zu einer größeren Wertschätzung der Bewohner gegenüber der Räumlichkeiten führen.

Im Optimalfall sollten die Bewohner nach Vorkenntnissen befragt werden. Vielleicht ist sogar jemand dabei, der des Fliesenlegens mächtig ist. So könnten z.B. schnell und kostengünstig an vielen Stellen die fehlenden Fliesen wieder angebracht werden.

Von solch einer Lösung würden die Bewohner und die Stadt gleichermaßen profitieren.

Wir bitten darum, diese Form der Beschäftigung zu prüfen und in das „Konzept für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen“ aufzunehmen. Dies kann und sollte auch für weitere Wohneinheiten (Hagener Straße / Oberbauer) gelten.

Da die einzelnen Wohnräume nicht besichtigt werden konnten (aus nachvollziehbaren Gründen) bitten wir dringlich darum, die Räume zumindest auf Schimmelbefall zu prüfen und diesen ebenfalls umgehend zu entfernen. Für alle Arbeiten, die zur Beseitigung von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken notwendig sind, bitten wir Fachfirmen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Backhoff
Imke Heymann
Rolf Hüttebräuker
Michael Haas
Daniel Heymann

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